lux//worte

{Sonntags in Luxemburg}

Auch wenn heute Mittwoch ist, möchte ich doch einige Worte über Sonntage in Luxemburg Stadt verlieren. Ist es doch so, daß der Marco Polo Reiseführer unter der Rubrik “Bloß Nicht!” darauf hinweist, man solle von Besuchen der Hauptstadt an Sonntagen unbedingt Abstand nehmen. Nun, ich habe diesen Reiseführer einige Monate nach meinem Umzug nach Luxemburg gekauft und kann das Beschriebene voll und ganz bestätigen: Die meisten Restaurants und Cafés sind geschlossen und außer ein paar verlorenen Touristen sieht man kaum jemanden in der Stadt (wobei es wichtig ist darauf hinzuweisen, daß lediglich die meisten Restaurants in der Stadt geschlossen haben!).
Trotzdem wird man, wenn man hier lebt, feststellen, daß es doch Leben gibt – es findet halt anders als gewwohnt statt! Grundsätzlich ist der Sonntag auch zweigeteilt: Viele Supermärkte, Tante-Emma-Läden und Bäckereien öffnen bis ca. 12 Uhr – der Nachmittag gehört dann voll und ganz der Familie. Dieser Umstand macht wirklich sehr viel Freude – kann man doch auch spontan noch kurz einige Lebensmittel kaufen! Weniger Freude macht es allerdings, daß auch fast sämtliche Sporteinrichtungen (inkl. Schwimmbädern, Fitness-Studios etc.) ebenfalls gegen die Mittagszeit schließen! Wer ausschlafen möchte hat keine Chance auf Sport in der Halle. Man kann diesen Umstand als einem internationalen Finanzzentrum unangemessen kritisieren – ändern wird man ihn wohl so schnell nicht.

Was ist also die Konsequenz? Sämtliche Wochenenden in der Heimat oder bei Freunden im Ausland verbringen? Sicher nicht! Es gibt auch sonst noch einiges im Großherzogtum zu entdecken – auch wenn alles dicht ist. Ich werde in den kommenden Wochen einige Tipps veröffentlichen was man so alles anstellen kann.

Anfangen möchte ich heute mit der Abtei von Neumünster im Grund. In diesem, auch sonst sehr zu empfehlenden, Kulturzentrum findet jeden Sonntag ab 11:30 Uhr ein Jazzkonzert statt bei dem der Eintritt frei ist. Anschließend kann man den Sonntag mit einem Brunch im Restaurant des Kulturzentrums beginnen. Das Publikum ist bunt gemischt – hier spürt man die oft beschriebene Internationalität Luxemburgs! Empfehlenswert.

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