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Einkaufen in Luxemburg ist ein recht komplexes Thema. Die Stadt Luxemburg möchte sich recht gerne als das Einkaufszentrum der Großregion positionieren. Blöd nur, daß alle Luxemburger momentan am Samstag nach Trier fahren und dort das ganze schöne Geld ausgeben, welches man von seiten der Politik viel lieber im Land behalten hätte. Interessant sind auch die Gründe, die ich von mehr als einem Luxemburger(!) schon gehört habe: In Trier könne man Deutsch sprechen, was in Luxemburg Stadt nicht gegeben sei und zudem seien die Verkäufer freundlicher als in Luxemburg. Nun, bevor ich jetzt weiter über die Vorzüge Triers als Einkaufsstadt spreche, möchte ich lieber das aufzeigen, was man in Luxemburg verbessern kann – denn schließlich ist dieses Blog nicht den trierischen Volksfreunden sondern den luxemburger Worten gewidmet.

Erstes Thema was mir bei „Luxemburg als Einkaufsstadt“ einfällt, sind die Öffnungszeiten der Geschäfte in der Innenstadt. Um 18:00 Uhr ist dort unter der Woche allerspätestens Schluß – und man sollte es tunlichst unterlassen noch um 17:50 Uhr mit Kauf zu drohen! Hier versteht die Belegschaft wirklich überhaupt keinen Spaß. Davon abgesehen finde ich, daß der „Geschäfte-Mix“ der Luxemburger Innenstadt ein etwas gewöhnungsbedürftiger ist. Neben den Boutiquen internationaler (Nobel-)Marken und einigen alteingesessenen – und daher leicht angestaubten – luxemburger Geschäften, findet sich für meinen Geschmack wenig wirklich Gutes; aber das muß ja nichts heissen. Was meiner Meinung nach auf jeden Fall fehlt ist ein größeres Kaufhaus. Gut, es gibt auch in Luxemburg die Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ mit Öffnungszeiten bis 20:00 Uhr unter der Woche; aber die versprühen halt eben den Charme des Einkaufszentrums auf der grünen Wiese und sind vor allem auch auf der grünen Wiese (Stichwort: Verkehr).

Dabei hat die Luxemburger Innenstadt durchaus einiges zu bieten; gerade in Punkto Charme. Schade nur, daß der Verband der Geschäftsleute sich eher in Protektionismus übt als aktiv der Konkurrenz zu begegnen. Es gibt zwar einige gute Ideen, einen „Citymanager“, der (bzw. die – es ist eine Frau) sich aktiv um solche Dinge kümmern soll, und auch schon die ein oder andere tolle Aktion – richtige Dynamik kann ich aber nicht erkennen.
Die Einkaufszentren der Großregion – ich muß es leider schreiben, es ist die Wahrheit – sind wohl momntan eher Trier und Metz. Aber immerhin bewegt sich etwas – einfach weil sich in so einem kleinen Land wie Luxemburg etwas bewegen muß; vielleicht sogar bei den heiligen Öffnungszeiten!? Entsprechende Äußerungen – „vielleicht 18:30 oder 19:00 Uhr“ (man höre und staune) – habe ich jedenfalls vom Vorsitzenden des Verbands der Geschäftleute in Luxemburg Stadt in den RTL-Abendnachrichten am Sonntag vernommen.

Nun ja, man wird sehen. Ich hoffe jedoch, daß sich die die Dinge zum besseren ändern werden – für Luxemburg; und für mich.

Service Seite: Einkaufen in Luxemburg

2 comments

  1. Toller Artikel, Respekt. Ja, so sind sie eben die Luxemburger. Wenn man sie schon auf die etwas unfreundlichere Art und Weise zwingt, sich beim Shoppen einer Fremdsprache zu bedienenn, dann tun sie das-verständlicherweise- lieber ausserhalb ihrer eigenen Landesgrenzen. Und zwar in Trier oder Konz oder ….überall dort, wo die Beratung kompetent und freundlich ist. Na, ja ich bin nun kein Befürworter dieser von Premier Junker angekurbelten Aktion, aus der City DIE Shopping-Meile der Grossregion zu machen; ich fahr eh lieber nach Saarbrücken, nach Zweibrücken oder Arlon, alleine deshalb, weil diese Städte das Wort KUNDENFREUNDLICHKEIT noch nicht aus ihrem Wortschatz entfernt haben.

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